Weinland Australien

Die Weine aus Australien genießen immer mehr das Ansehen der gesamten Wein-Welt. Schon seit dem 18. Jahrhundert gab es die ersten Reben. Gregory Blaxland gilt als einer der ersten australischen Winzer, der für seine nach England exportierten Weine schon bald die ersten Auszeichnungen erhielt. Da man ansonsten allerdings bevorzugt für den eigenen Markt produzierte, wurden anspruchslose, einfache Rebsorten verwendet, die nicht überall guten Anklang fanden.

Immer mehr international ausgezeichnete Weine

Heute erfahren die raffinierten australischen Weine weltweite Anerkennung und werden für ihre zunehmende Qualität geschätzt. Insbesondere europäische Weintrinker greifen gerne zu den Weinen aus Down Under. Australien bringt immer mehr international ausgezeichnete Weine hervor. Auf 173.800 Hektar Rebfläche erblüht der australische Weinbau und produziert dabei durchschnittlich 14 Millionen Hektoliter im Jahr. Dabei beschränkt man sich auf die südlichen Regionen, da der Norden des Landes zu heiß für die Reben ist. Lediglich die Bundesstaaten Victoria, New South Wales, South Australia und in geringem Maße auch Western Australia und Tasmanien stellen Wein her. In den meisten Gebieten sind die gemäßigten Sommer ideal für den Anbau. Ein generelles Problem sind aber die geringen Niederschlagsmengen, wodurch die Winzer oftmals gezwungen sind, ihre Weinberge künstlich zu bewässern. Kein anderes Weinland trägt solche hohen Bewässerungskosten. Dies hängt auch damit zusammen, dass man sich stark an europäischen Vorbildern orientiert und Reben anbaut, die besser für das mitteleuropäische Klima geeignet sind. Doch die australischen Weingüter sind mit hohen technischen Standards ausgestattet, sodass trotz aller Hindernisse herausragende Weine von hoher Qualität gelingen. Zudem wird der Weinbau stetig in den kühleren Süden verlagert.

Australien: Ein Herz für klassische Rebsorten

Das wohl bekannteste australische Weinbaugebiet ist Barbossa Valley in Southern Australia. Ein mediterranes Klima mit trockenen Sommern bringt hier kräftige Shiraz-Weine hervor. Ebenso wichtig ist das Hunter Valley, das insbesondere für Sémillon-Weine und Weinkeller als Touristenattraktion bekannt ist. Zunehmend an Bedeutung gewinnt das kleine Tasmanien, dessen Weißweine aus Chardonnay und Rote aus Pinot Noir mit feinster Qualität überzeugen. Ein Herz für klassische Rebsorten veranlasst die australischen Winzer zum Anbau von Chardonnay oder Riesling. Insgesamt werden etwa 140 verschiedene Sorten verwendet, wovon jedoch lediglich 35 von Bedeutung sind. Am Wichtigsten sind die weißen Reben Sémillon, Sauvignon Blanc und Riesling. Wenn es um Rotwein geht, ist die starke Orientierung an Europa offensichtlich: Syrah, Cabernet und Merlot prägen die australischen Rotweine, die häufig im Barrique ausgebaut werden. Die Weine unterliegen strengen Herkunftskontrollen, sodass die hohe Qualität gewahrt wird.

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