Valdepenas

Als Teil der großen Weinregion Kastilien-La Mancha liegt Valdepenas zentral in Spanien. Benannt ist das Weinanbaugebiet nach der Stadt Valdepenas und steht für Tal der Felsen bzw. Tal der Steine. Es liegt als Enklave in der sehr großen DO La Mancha, obwohl die DO Valdepenas selbst über eine Rebfläche von rund 30.000 Hektar verfügt. Wie auch in den anderen zentralspanischen Weinbaugebieten ist das Klima in Valdepenas vorwiegend kontinental geprägt. Mildere Einflüsse vom Mittelmeer werden im Süden vom Mittelgebirge Sierra Morena fast vollständig abgeschirmt. Auf heiße und trockene Sommer folgen lange und strenge Winter. Lediglich der Fluss Jabalon bringt einen etwas milderen Einfluss in die Weinanbauregion.

Valdepenas: weltberühmt für den Clarete

Im hügeligen Valdepenas befinden sich auf einer Höhe von etwa 700 Meter die besten Lagen auf Kreideböden. Diese Böden speichern das Wasser sehr gut und geben es nach und nach an die Rebstöcke ab. Die Region verdankt ihren Ruhm einem Rotwein, der mit Weißwein vermischt wurde – der Clarete. Er wurde im 18. und 19. Jahrhundert weltweit exportiert und ist bis heute als Tinto Tradicional bei den Einheimischen sehr beliebt. Mit rund 80 Prozent Rebfläche dominierte die Rebsorte Airen bis in die 1990er Jahre. Sie wurde aber nach und nach aus Gründen der Qualitätssteigerung von Garnacha, Cabernet Sauvignon und vor allem Tempranillo (Cencibel) abgelöst, aus der hervorragende Weine gekeltert werden. Markenzeichen der Weinregion Valdepenas ist die große Vielfalt der Weine. Die Rotweine reichen von leichten, jung zu trinkenden bis zu schweren, kräftigen Weinen aus dem Holzfass. Rosé- und Weißweine spielen eine eher untergeordnete Rolle.

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