Kampanien

Entlang der tyrrhenischen Küste liegt die Weinanbauregion Kampanien rund um die Stadt Neapel in Süditalien. In der Antike wurden hier die „Weine der Kaiser“ hergestellt. Zu ihnen zählten beispielsweise Faustiniano, Greco oder Falerner. In Pompeji oder Herculaneum zeugen noch heute die Fresken der Villen vom damaligen Kult des Weines. Das mediterrane Klima lässt die Rebstöcke auf vulkanischen Böden gedeihen, die den Weinen der Region Kampanien einen mineralischen Charakter verleihen. Insgesamt werden auf einer Rebfläche von insgesamt rund 42.000 Hektar rote und weiße Rebsorten angebaut. Rote Rebsorten überwiegen jedoch mit einem Anteil von etwa 70 Prozent und werden bevorzugt in den Höhenlagen kultiviert. Die Winter sind in diesen Lagen im Verhältnis zu Küstenlagen kälter, die Sommer heißer und trockener, was dem Rotwein einen höheren Tanningehalt beschert.

Aglianico: Der Superstar aus Kampanien

Wichtigste rote Rebsorte ist in Kampanien die Aglianico, die einen dunklen, körperreichen und sehr aromatischen Wein wie den Taurasi hervorbringt. Die Weißweine überzeugen durch feine Aromen von Nüssen und gelben Früchten, haben gelegentlich eine salzige Note und können mitunter einige Jahre gelagert werden. Aus den Rebsorten Fiano und Greco Bianco werden die über die Grenzen Kampaniens hinausgehend bekannten Weißweine Fiano di Avellino und Greco di Tufo gekeltert. Vorwiegend an den Hängen des Vesuv werden einfachere Weißweine hergestellt, die unter der Bezeichnung Lacryma Christi del Vesuvio zu finden sind, gehaltvollen Geschmack aufweisen und Potenzial mitbringen.

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