Burgund: Chardonnay und Pinot Noir allerhöchster Güte

Gemeinsam mit Bordeaux steht Burgund an der Spitze der besten Anbaugebiete auf der ganzen Welt. Der Chardonnay dominiert alle vor Ort kultivierten Traubensorten und wird auf einer Gesamtrebfläche von mehr als 45 Prozent angebaut. Die Chardonnay-Rebstöcke konnten sich im Laufe der Jahrhunderte am besten an das teils sehr raue Klima anpassen. Mit einem Anteil von 36 Prozent folgt der Pinot Noir als bedeutendster Rotwein. Da sich diese Traubenart nicht optimal an die klimatischen Verhältnisse anpassen konnte, kann das Traubengut in schlechten Jahren oft nicht ausreichend ausreifen. Neben Chardonnay und Pinot Noir werden im Burgund Gamay, Aligoté und Sauvignon Blanc angebaut.

Traditionsreicher Weinbau im Burgund

Der Weinbau hat im Burgund eine lange Tradition, die bis in die Römerzeit zurückreicht. Die Vermutung liegt jedoch nahe, dass bereits die Kelten in der Region Weinreben kultiviert haben. Im ehemaligen Herzogtum „Bourgogne“ vereinen sich heute Chablis, Côté d’Auxerre, Côté d’Or, Côté de Nuits, Côté de Beaune, Côté Chalonnaise, Mâconnais und Beaujolais zur Weinanbauregion Burgund. Die Weine aus dem Burgund sind Weine allerhöchster Güte, sie reichen von AOC Bourgogne über AOC Bourgogne Villages bis hin zu Premier Crus und Grand Crus. Sie haben eine purpurne Farbe, besitzen einen großen Körper, sind vollmundig und sehr kraftvoll auf der Zunge. In manchen Jahrgängen fallen die Rotweine auch zu schwer aus. Viel Eleganz und Feinheit offenbaren hingegen die Weißweine. Um ihr Potenzial voll auszuschöpfen, müssen Burgund-Weine einige Jahre in der Flasche reifen.

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